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Thursday, 11. June 2009, 13:08
erfreuliche abhandlung bei don alphonso, über das flaue gefühl in der magengegend, "wenn das grosse gegenseitige linkficken bei deutsche-startups losgeht, diese elende pusherei von dreck und infomüll, von pr-lügen und hirnlosem geschwalle irgendwelcher selbsternannter missionare, im realen leben kleine pr-heinis mit prekärem lebensstil."
addiert man für österreichische verhältnisse noch die überlebenswichtige "freunderlwirtschaft" dazu, stolpert man alsbald über die – auch von orf.at kritiklos übernommene – diktion "grün-wähler und social-software-spezialist" und landet bei den bürgerlich-neoliberalen ökobobos, wenn nicht gleich bei der deutschsprachigen wählerschicht des phänomens piratenpartei: männlich, weiß und hauptsache online. auch dazu hat der blogbarde viele richtige (und von mir aus auch deftige) worte gefunden: "heilsversprechen eines banalen werkzeugs". ps. ich finde das internet nach wie vor großartig.
stefanl,
2009.06.14, 21:17
Klar, aber Du hättest schon sagen können "von Patrick Dax von der ORF.at futurezone kritiklos ..." anstatt das ganze Team in Sippenhaftung zu übernehmen. Ich empfinde natürlich vieles ebenso. Dieses Phänomen weist, glaube ich, auf 2 Sachen hin, die zusammenhängen: a)Journalismus wird immer mehr ein industrielles Commodity Produkt und verliert seinen intellektuellen Luxuscharakter. b) Speziell die Redaktionen professioneller Onlinemedien sind, realistisch gesehen, so schwach besetzt, dass sich nicht mehr als Fließband ausgeht. Handschliff und andere so Sachen sind da nicht drin. Bislang. Das sind nicht mal richtige Medien, wenn man es wirklich kalt betrachtet. Die echte Frage ist doch, ob wir noch professionelle immer aktuelle Medien brauchen? Und eh ist das web und das internet trotzdem und nach wie vor großartig. Wird es auch bleiben. Wär' auch ein Witz wenn's hier keine a..h...s gäbe.
p3k,
2009.06.15, 01:11
da ist was dran. und ich sollte es eigentlich wissen, was? ;) vermutlich müsste ich mit ebenso kalter betrachtung endlich akzeptieren, dass österreich keine richtige medienlandschaft ist. die reduzierung aufs unpersönliche, aufs unternehmen empfinde ich einerseits als entschärfung. andererseits hat es sicher auch mit jener empfindsamkeit zu tun, wie sie hannes als antwort auf einen ähnlichen, aber viel älteren kommentar von dir beschrieben hat. das wort "sippenhaftung" finde ich jedenfalls in beiden zusammenhängen ziemlich überspitzt und nicht zutreffend.
kris,
2009.06.16, 17:27
ich hab das erst heute gelesen, aber irgendwie ist das genau das, was wir gestern gequatscht haben. der blogbarde schreibt sowas aber besser bzw. überhaupt. nun ja, i'm a lover, not a writer. mir ist das darüber bloggen schon wieder zu doof. Please login to add a comment |
ISSN 1608-4624
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