Friday, 6. March 12026
p3k dots

The Orgon rülez OK!

Have You Ever Heard Of Wilhelm Reich?

Egal, ob früh als genialer österreichischer Psychiater, später als hellsichtiger Analyst der Weltkrise oder am Ende als Krebsheiler und Regenmacher in der amerikanischen Wüste. Wilhelm Reich hat alle Rätsel gelöst. Als Mitarbeiter von Reich der US Regierung mitteilten, dass dieser das Geheimnis des Lebens entdeckt habe, antworteten die Behörden, dass ein solches ihrer Meinung nach nicht existiere. Den Mächtigen musste so viel Wissen unheimlich sein.

Relevant: “There is no soul far and wide to talk to, to give one's feelings – to let one's feelings go freely, to speak like – as friends speak to each other. This is all.” — Wilhelm Reich: Alone. 10 min. home recording, 1952-04-03.

The Eternal Promise: A History of Attempts to Eliminate Programmers.

History suggests that reports of programming’s death have been greatly exaggerated, repeatedly, for over sixty years.

Welcome to the Permacomputing wiki!

There are huge environmental and societal issues in today's computing, and permacomputing specifically wants to challenge them in the same way as permaculture has challenged industrial agriculture. With that said, permacomputing is an anti-capitalist political project. It is driven by several strands of anarchism, decoloniality, intersectional feminism, post-marxism, degrowth, ecologism.

My quantity beats your quality.

Lines of Code Are Back (And It's Worse Than Before).

Twenty-five percent. Thirty percent. Fifty percent. Ninety percent. The numbers only go up, and they're presented as achievements—on earnings calls, in press releases, at conferences. Nobody is reporting "percentage of bugs introduced by AI-generated code" or "percentage of AI code that survived review unchanged." Nobody is mentioning how much of that generated code was thrown away, reworked, or never deployed. The headline metric is volume. LOC by another name.

Hold on to Your Hardware.

A warning about rising prices, vanishing consumer choice, and a future where owning a computer may matter more than ever as hardware, power, and control drift toward data centers and away from people.

»Sie haben Polizeiarbeit geleistet.«

Wie Julia ihren gewalttätigen Ex-Partner hinter Gitter gebracht hat und warum das keine Erfolgsstory ist.

Was die Polizei eigentlich tun muss, wenn gewaltbetroffene Frauen Hilfe suchen – und was sie bei Julia nicht getan hat.

Benevolent affiliate link.

Was tun, wenn… – Kleine Hilfe bei großen Katastrophen.

Illustration & Text: Verena Hochleitner & Laura Momo Aufderhaar
Buchgestaltung: Verena Hochleitner

Herzlichen Glückwunsch

Frau Prof. Dr. Bitch Ray.

Männer – vorzugsweise solche, die sich als Filetstück der Evolution betrachten – waren und sind ihr liebstes Ziel. Dabei musste sie die oft gar nicht groß anvisieren. Um Moderatoren, Journalisten oder Rapper zum Zetern zu bringen, genügte in der Regel ihre Präsenz: eine Deutschtürkin mit wenig Textil auf der Haut und noch weniger Blatt vor dem Mund. Dass eine Frau, die im Fernsehen so über Geschlechtsteile redet wie andere über ihr Mittagessen, ausgerechnet promovierte Linguistin ist, irritierte und faszinierte viele zusätzlich.

Source: taz.de
Sunday, 1. March 12026
p3k dots

Accelerate, accelerate!

Course: Claude Code in Action.

Practical walkthrough of using Claude Code to accelerate your development workflow.

Vibe blogging.

Machiavelli, Feminismus und die Frage nach dem richtigen Land

Ich habe ChatGPT gefragt, wie man Machiavelli heute lesen kann, jenseits der altbackenen Einleitungen und des Pathos älterer Editionen. Ausgangspunkt war »Der Fürst« in einer Reclam-Ausgabe aus einer anderen Zeit. Mich interessierte eine zeitgemäße Einführung – inklusive feministischer und postkolonialer Kritik.

ChatGPT begann mit einer Einordnung: Machiavelli als Analytiker von Macht, nicht als Moralphilosoph. Politik als Handwerk unter Bedingungen von Unsicherheit. »Eigene Truppen statt Söldner« als Chiffre für institutionelle Eigenständigkeit. Von dort aus haben wir den Bogen in die Gegenwart geschlagen – zur EU, zu Frontex, zu privaten Militärakteuren wie der Wagner-Gruppe, zu wirtschaftlichen Machtstrukturen und auch zu Akteuren wie BlackRock. Die Leitfrage blieb machiavellistisch: Wer verfügt über eigene Mittel, wer ist abhängig?

Ich habe nachgehakt, wie tragfähig Machiavellis Einsichten aus heutiger wissenschaftlicher Sicht sind. Die Antwort war differenziert: Er war kein Wissenschaftler im modernen Sinn, aber ein scharfer Beobachter politischer Praxis. Seine Kategorien – Macht, Institution, Loyalität, Eigenständigkeit – lassen sich durchaus mit moderner Politikwissenschaft, etwa Max Weber oder zeitgenössischer Demokratietheorie, ins Gespräch bringen.

Mich interessierte auch die Verzerrung durch Bewunderung. Machiavelli schrieb im Schatten der Medici und war von Cesare Borgia fasziniert. ChatGPT betonte: Seine Analyse ist zugleich Beschreibung und Bewerbungsschrift. Bewunderung und strategische Selbstpositionierung sind Teil des Textes.

Von dort bin ich zur feministischen Perspektive gesprungen. Was wäre ein »feministischer Fürst«? Die Antwort war kein weicher Gegenentwurf, sondern eine Umcodierung von Macht: strategisch, institutionell denkend, aber mit dem Ziel, Hierarchien zu reflektieren oder zu transformieren. Wir haben drei Varianten unterschieden:

  1. autoritär-feministisch: starke Führung zum Schutz von Gleichstellung
  2. radikal-demokratisch-feministisch: Machtverteilung und institutionelle Resilienz
  3. postkolonial-feministisch: Souveränität und Abbau globaler Abhängigkeiten

Anhand aktueller Länderbeispiele wurde diskutiert, wie sich diese Modelle realpolitisch darstellen. Dabei ging es weniger um moralische Wertung als um Stabilität, Eigenständigkeit und Krisenfähigkeit. Die entscheidende Frage blieb machiavellistisch: Wer hat eigene Ressourcen, wer stabile Institutionen, wer gesellschaftliche Loyalität?

Die Abbildung zeigt eine stilisierte Weltkarte, die Länder nach drei Typen eines „feministischen Fürsten“ farblich unterscheidet. Die Farben sind:  Rot: Autoritär-feministisch – Länder, in denen Macht stark konzentriert ist und Sicherheitspolitik eine zentrale Rolle spielt. Beispielhafte Länder: Estland, Israel, Taiwan.  Blau: Radikal-demokratisch-feministisch – Länder mit stabilen Institutionen, demokratischer Kohärenz und hoher Gleichstellung. Beispielhafte Länder: Finnland, Neuseeland, Kanada.  Grün: Postkolonial-feministisch – Länder, die Souveränität und Abhängigkeitsthemen betonen, oft kleinere Staaten mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit. Beispielhafte Länder: Barbados, Namibia, Chile.  Jedes markierte Land hat ein einfaches Symbol, das „Macht“ oder „Fürstschaft“ symbolisiert. Oben rechts ist eine Legende, die die Farben den drei Typen zuordnet. Die Karte ist minimalistisch gestaltet, ohne Flaggen oder politische Symbole, und betont die geographische Verteilung der unterschiedlichen Typen.  Die Karte vermittelt den Eindruck, welche Regionen für die jeweilige Art von feministischem Führungsstil besonders geeignet wären, basierend auf Sicherheit, Institutionenstärke und gesellschaftlicher Resilienz.
Die Abbildung zeigt eine stilisierte Weltkarte, die Länder nach drei Typen eines „feministischen Fürsten“ farblich unterscheidet. Die Farben sind: Rot: Autoritär-feministisch – Länder, in denen Macht stark konzentriert ist und Sicherheitspolitik eine zentrale Rolle spielt. Beispielhafte Länder: Estland, Israel, Taiwan. Blau: Radikal-demokratisch-feministisch – Länder mit stabilen Institutionen, demokratischer Kohärenz und hoher Gleichstellung. Beispielhafte Länder: Finnland, Neuseeland, Kanada. Grün: Postkolonial-feministisch – Länder, die Souveränität und Abhängigkeitsthemen betonen, oft kleinere Staaten mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit. Beispielhafte Länder: Barbados, Namibia, Chile. Jedes markierte Land hat ein einfaches Symbol, das „Macht“ oder „Fürstschaft“ symbolisiert. Oben rechts ist eine Legende, die die Farben den drei Typen zuordnet. Die Karte ist minimalistisch gestaltet, ohne Flaggen oder politische Symbole, und betont die geographische Verteilung der unterschiedlichen Typen. Die Karte vermittelt den Eindruck, welche Regionen für die jeweilige Art von feministischem Führungsstil besonders geeignet wären, basierend auf Sicherheit, Institutionenstärke und gesellschaftlicher Resilienz.

Was als Lektürefrage zu einer verstaubten Einleitung begann, wurde zu einer systematischen Gegenwartsanalyse: Macht, Souveränität, Feminismus und Geopolitik. Machiavelli erweist sich dabei weniger als Zyniker denn als nützlicher Prüfstein. Seine Frage bleibt unangenehm aktuell: Wovon lebt politische Ordnung wirklich – von guten Absichten oder von tragfähigen Strukturen?

Nicht-männlich gelesene Autorinnen zu Macht und Politik (Renaissance bis Gegenwart)

Zeitgenossinnen Machiavellis

Moderne Kritikerinnen des Machiavellismus

Diese Stimmen verschieben den Fokus: weg vom souveränen Einzelherrscher, hin zu strukturellen, diskursiven und globalen Machtverhältnissen. Gerade im Kontrast zu Machiavelli wird sichtbar, wie sehr sich der Ort der Macht seit dem 16. Jahrhundert verändert hat – und wie erstaunlich anschlussfähig manche seiner Fragen dennoch geblieben sind.

Relevant: Machiavellis Mandragola gilt als eine der bedeutendsten Komödien der Renaissance.