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15 years ago
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Unsere Bücher erscheinen in der edition selene.

"Unsere Bücher erscheinen in der edition selene, und das aus gutem Grund.

Die edition selene hat ein seit vielen Jahren mit keinem zweiten Verlag verwechselbares Profil und Programm. Aus dieser Programmarbeit des Verlags sind u.a. zwei Bachmann-Preisträger hervorgegangen, und immer wieder werden Bücher des Verlages von der Kritik als Besonderheiten gehandelt. Keine Woche vergeht, ohne daß eines der Bücher der edition selene besprochen oder über eine ihrer Autorinnen oder einen ihrer Autoren berichtet wird. Kein zweiter österreichischer Verlag kann auf eine verlegerische Vorleistung verweisen, aus der zwei Bachmann-Preisträger hervorgegangen sind.

Während österreichische Bachmann-Preisträger auch noch Jahre nach der Zuerkennung des Bachmann-Preises mit Anerkennung und größter Aufmerksamkeit rechnen dürfen, ist die Verlagsarbeit 'unseres' Verlages, in der beide Preisträger bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht haben und einer bis heute zu unseren Verlagskollegen zählt, nie einer Würdigung Wert gewesen. Im Gegenteil, es scheint nicht angemessen, literarische Erfolge von Verlagsautoren als Kriterium für die Qualität eines Verlagsprogramms heranzuziehen. Und es erscheint daher auch nicht angemessen, dem Verlag, in dem wir verlegen, mehr als in die unterste Kategorie der Verlagsförderung und höchstens einmal die zweitunterste Kategorie der Förderungswürdigkeit für seine Tätigkeit einzustufen.

Das nehmen wir persönlich. Wir haben auch gar keine andere Wahl, als es persönlich zu nehmen, bedeutet es letztlich doch, unsere Bücher sind weniger Wert als die Bücher anderer Autorinnen und Autoren, die im vom Programmumfang her gleichgroßen oder ähnlich großen Verlagen erscheinen. Und es hat auch Auswirkungen auf unsere Bücher. Seit Anfang dieses Jahres ist die edition selene nicht mehr in der Lage, die mehrere Jahre lang aufgebaute Pressearbeit fortzusetzen. Der Grund dafür ist, die edition selene hat in den letzten Jahren für ihre sich ständig mehr qualifizierende Verlagsarbeit nicht mehr Förderungen sondern immer weniger Förderungen erhalten. Dem entnehmen wir: es ist zuvor nicht schon massiv geförderten österreichischen Verlagen verboten, literarische Erfolge zu erzielen und mitunter sogar im Konzert mit den großen werbestarken deutschsprachigen Verlagen mitzuspielen.

Durch die systematische Beibehaltung der Einstufung der edition selene in der untersten Verlagsförderungskategorie und der ansteigenden Förderungen für vergleichbare Verlage hat sich die Differenz der ökonomischen Leistungsfähigkeit in der Öffentlichkeits- und Vertriebsarbeit 'unseres' Verlages und anderer Verlage von Jahr zu Jahr vergrößert und inzwischen einen mehrere Millionen hohen Schillingbetrag erreicht. D.h., dem weiteren Erfolg der edition selene wurden Grenzen gesetzt, vergleichbaren Verlagen von Jahr zu Jahr mehr Erfolgschancen eröffnet.

Das nehmen wir persönlich, wir haben auch gar keine andere Wahl, schließlich besteht der Verlag und sein Programm aus unseren Büchern. Wir haben auch gar keine andere Wahl, als es persönlich zu nehmen, da wir verschiedentlich mit über den Verlag ausgestreuten Gerüchten konfrontiert wurden, der Verlag müßte seine Tätigkeit vielleicht bald einstellen. Wir sehen uns mit unseren Büchern nicht nur einer Konkurrenzverzerrung ausgesetzt, sondern auch bösartigen Behauptungen.

Wir können jedoch keinen anderen Grund für die wirtschaftliche Gefährdung der Existenz der edition selene erkennen als die Unterschiede, die in der Verlagsförderung zwischen der edition selene und anderen vergleichbaren Verlagen gemacht wurden und werden. Die damit verbundene Entwertung unserer Bücher nehmen wir nicht länger hin. Wir fordern die dafür Verantwortlichen auf, uns zu erklären, warum unsere seit vielen Jahren in der 'edition selene' erscheinenden Bücher nur als gerade noch förderungswürdig gelten bzw. mit der Letztklassigkeit der Förderungswürdigkeit belegt wurden und werden. Antworten darauf, die wir auch schon vom Verlag haben wollten, nimmt der Verlag sicher sehr gerne für uns entgegen."

– Peter Berz, Richard Brem, Paul Divjak, Julius Deutschbauer, Thomas Edlinger, Tarek Eltayeb, David Ender, Leopolod Federmair, Elise Feiersinger, Martin Gülich, Ingram Hartinger, Jack Hauser, Christian Ide Hintze, Sonja Hnilica, Thomas Hoeps, Gerhard Jaschke, Robert Jelinek, Markus Krajewski, Dörte Kuhlmann, Michael Lentz, Nicolas Mahler, Oliver Marchart, Ernst Molden, Irne Nierhaus, Fritz Ostermayer, Ferry Radax, Beate Rathmayr, Oliver Ressler, Gerhard Ruiss, Matthias Schamp, Valeri Scherstjanoi, Helmuth Schönauer, Gerhard Spring, Robert Stähr, Robert Streibel, Andreas Urban, Martin G. Wanko, Michael Zinganel.