Tuesday, 11. June 12002
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survive 2012: "the maya believed that their world would end on dec 21, 2012. of all the dates put forth by prophets and cultures for a doomsday, this is one with an authentic almost eerie feel to it".

nice, there's a news blog at antville.org, too.

komme gerade von der besichtigung des neuen orf newsrooms auf dem küniglberg, "in der anstalt"*, wie es so schön heißt.

war eigentlich sehr spannend. zwanglos, sozusagen, um einen netten kollegen zu zitieren.

dumm nur, dass ich meinen l'éspion klon von aeg ("aus erfahrung gut") vergessen habe... also keine fotos.

ihr müsst euch das halt so vorstellen, dass das sendezentrum wie so eine art legebatterie aus den 70er jahren ist (und vermutlich auch so funktioniert): lauter finstere, enge gänge mit niedrigen decken und geschlossenen türen.

und der neue newsroom dann genau das gegenteil, großräumig, hell, modern, nach dem "zwiebelschalenprinzip" aufgebaut (das wichtigste in der mitte, alles andere rundherum) – so gut das eben mittels eines rechteckigen baulückenfüllers möglich ist.

bester satz unseres betreuers: "wenn die streaming-frage einmal geklärt ist, dann ist hier bereits ein platz für einen mitarbeiter von orf on eingeplant, diese einladung besteht".

streaming, das muss dazugeschrieben werden, ist sowas wie der zankapfel zwischen dem fernsehsender und der online-tochter. ich mag das ja gar nicht so gern (das streaming, nicht das zanken).

jedenfalls hatte ich schon nicht mehr damit gerechnet, dass ich jemals wieder so eine fernsehanstalt von innen sehen würde. seit ich damals als praktikumsanwärter bei pro7 abgelehnt wurde, war mir endgültig klar, dass in den redaktionsstuben ein anderer wind weht.

und so schwor ich mir, mich künftig nicht mehr mit medien und v.a.deren protagonisten abzugeben (was natürlich leicht ist, zu sagen, man wolle ja gar nicht mitspielen, wenn einem das mitspielen so schwer gemacht wird).

wohin mich das gebracht hat, kann außerdem eh jeder sehen...

* soviel ich weiß, gibt es da ein gleichnamiges buch von erich möchel über den orf. hab allerdings keinen beleg mehr dafür gefunden. vermutlich einem übermaß an datenverschlüsselung zum opfer gefallen...

Monday, 10. June 12002
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papa's got a brandnew bag?

Saturday, 8. June 12002
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"auf korrespondenz.biz erscheinen wöchentlich korrespondenzen von überschaubarem umfang [...]. schwerpunkt ist die auseinandersetzung mit funktionen, nutzungsweisen, darstellungsweisen oder wechselwirkungen von medien im weiteren Sinne (u.a. film, geld, internet, telefon). inhaltlich ist darüber hinaus im rahmen des sittlichen alles erlaubt, auch aktualität."

weird, somehow, but interesting.

wenn freunde zu mikroprominenten werden.

Friday, 7. June 12002
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instant design (via esc.antville.org).

schicke seite, gute firma?

p3k, please forgive yourself, this server is fscking* slow. i'll try to tune it on the week-end, dunno if i will really make it, though...

* i should have said "thanks for this pun, chris", already long ago.

ich hab teile des neuen programms von maschek natürlich schon gesehen... gestern, bei der eröffnungsveranstaltung von lost week-end, was ich sensomatic zu verdanken habe, und das wiederum hat überhaupt erst die andrea pollach möglich gemacht. schreib ich natürlich nur, damit ich auch mal bisschen angeben und ein paar names droppen kann (nur keinen neid, die wichtigen leute sitzen ja immer vorne, und wir machten es uns in der vorletzten reihe bequem).

es war ein richtig schönes fest: natürlich mit viel unnötigem geplapper, das schlimmste sind ja immer diese selbsternannten conférenciers. aber muss ja, kann nicht anders sein. und maschek haben das wunderbar gut-, sehr spassig haben sie's gemacht. also unbedingt im rabenhof mal selbst anschauen.

das kollegium kalksburg war danach unverdienterweise mit großer publikumsfluktuation konfrontiert, was zum einen durch das subtropische klima im saal und eine danach viel zu kurz angesetzte pause verursacht war (und ein premierenpublikum ist wohl immer ein undankbares, mit unfähigkeit für subtile töne durchsetztes). zum anderen stimmte aber die dramaturgie im programmablauf einfach nicht, hätten die schrägen wienerlied-persiflagen auf "angie", "wooden heart" und andere klassiker der populärmusik als erste einlage einen dankbareren platz erhalten.

je nun, das eigentliche geschenk, auch für mich, war aber dann der überraschungsfilm, die österreich-premiere von françois ozons neuem film "8 femmes".

schon die besetzung läßt dem francophilen cineasten (oder dem francophonen cinephilen) wohl den atem stocken, und ich habe das gefühl, ich bin bereits selbst ein kleiner bewunderer von ozons werken geworden.

denn wer es schafft, catherine deneuve und fanny ardent dazu zu bewegen, sich erst wild auf dem boden zu rangeln, um anschließend in eine leidenschaftliche kussszene zu verfallen, dem ist sowieso ein platz in meinem langzeitgedächtnis sicher.

ganz groß auch die musikalische untermalung, v.a. firmine richards sich ins unrettbar einsame steigernde version von dalidas "pour ne pas vivre seul" und natürlich das finale, louis aragons "il n'y a pas d'amour heureux", gesungen von der grande dame danielle darieux.

daß es auch in diesem film – trotz staraufgebot, dessen professioneller leistung und ozons perfekter inszenierung – eine konnotation ans queer cinema gibt, ist nicht notwendig zu erwähnen, das sollte der aufmerksame zuschauer (und der kenner sowieso) leicht ermessen können (den meisten rezensenten scheint dies zwar doch entgangen zu sein, aber ich bin ja hier nur der "best boy").

fest steht für mich, dass mir französisches kino selten so nah war, wie in diesem fall. und dieser könnte wirklich zu meinem persönlichen film des jahres werden.

Thursday, 6. June 12002
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antville.org is probably closer to what others hysterically called "digital city" than their desperate ideas of what such a virtual society really could be... at least i find so many interesting people there wandering through the valleys of antville.

i always critizised the conceptual mismatch of digital cities imposing the habitat on the people. instead, you need the people first, give support for their ideas*, provide a simple infrastructure and let them grow their plants, houses and places with it (that organic thing, you know?). obviously, antville exactly can provide this infrastructure (not to say other weblog tools couldn't).

but it seems some weird ideas will never fade to gray (which is quite funny, btw).

anyway, from john tokyo land to lasch nipple country, where i found this one song called "pflanzengießen" (mp3, ~ 6 megs) that i like very much. basically, that was all i wanted to report.

* just recently, franz manola has written a razor-sharp essay on the current dysfunctional relationship between industry and clients which he deduces from the industry's impotence to realize that the clients want to be true clients and not consumers as interchangable numbers-on-a-string, anymore. the essay will be published later.

humor research.

darn, the conference (ouch!) of the society of humor studies in bertinoro beginning of july is already fully booked... i think i would have loved to see humor scientists seriously debating about lark matter.

from the "expensive books" dept.: frank wünsch, "die parodie - zu definition und typologie".

tom veatch: "a theory of humor" (and a short summary as introduction).

"literaturkritik: die drei kritiken - robert gernhardts nachkantische komik-kritik".

"humor", international journal of humor research.